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Open Source Software

Mir ist offene Software sehr viel wert, weil man dadurch viel lernen kann, unabhängig ist und anderen einen niederschwelligen Zugang zu nützlichen Tools ermöglicht.

Ich liebe Open Source (Software), weil

  • man Programme bei Bedarf debuggen und verbessern kann.
  • man bei der Wartung der Software nicht auf eine Firma angewiesen ist, sondern vielen Programmieren einen Auftrag erteilen kann.
  • jeder das Programm nach eigenen Möglichkeiten unterstützen kann (und auch sollte).
  • man Programme probieren kann, und danach entscheiden kann, wie viel sie einem wert sind. (Spende, Kauf)

Open Source Ökosystem

Der Programmcode wird meistens mit einem Versionsverwaltungssoftware (z.b. Git) auf Plattformen (z.B. Codeberg, Github) veröffentlicht.
Unterstützen kann man die Projekte auf viele Arten. Finanziell z.B. mit Liberapay oder in dem man die Programme übersetzt oder Fehler reportet oder korrigiert.

2 Antworten auf „Open Source Software“

Quelloffene Software muss nicht gratis sein, meistens ist sie es. Was Open Source eigentlich bedeutet ist, dass der Quellcode das Produkt ist. Wenn man also Software erwirbt, egal ob gratis oder nicht, bekommt man den Quellcode dazu.

Das bedeutet, dass man für Fehlerbehebungen oder Anpassungen nicht auf den Hersteller oder auf die Modding-Szene angewiesen ist, sondern man das Recht und die Möglichkeit hat, diese selber vorzunehmen, persönlich oder per Auftrag, falls der Hersteller selbst nicht kann oder will.

Das gilt nicht nur für Programme, sondern auch für andere Medien. Wikipedia ist ein Beispiel dafür.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Quellcode ein Auditing der Software möglich macht. Damit können offensichtliche Fehler und Sicherheitslücken leichter gefunden und ausgebessert werden.

Die Rechte, um die es genau geht, sind innerhalb der Open Source-Szene selbst umstritten. Die einen legen Wert auf die Möglichkeit, Software beliebig verwerten zu können, die anderen darauf, dass auch verwertete Software offen bleibt und weitergegeben werden darf. Richard Stallman bevorzugt für letzteres den Begriff „freie Software” (die er mit traditioneller Volksmusik vergleicht), um sie von lediglich quelloffener Software (vergleichbar mit (urheberrechtlich geschützten) Notenblättern) zu unterscheiden.

Eine Lizenz, die verlangt, dass der Kunde das Produkt selber bauen dürfen muss, ist aber inkompatibel mit geschlossenen Lizenzen, die verlangen, dass der Kunde das Produkt nicht selber bauen können darf, weshalb viele Firmen rein quelloffene oder sogar geschlossene Lizenzen bevorzugen, weil diese kompatibel zueinander sind, und somit Firmenkunden weniger einschränken.

Im Sinne des Konsumentenschutzes ist natürlich eine freie Lizenz besser, weil die Software auch dann wartbar bleibt, wenn der Verwerter keinen Support mehr geben kann oder will.

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